Was verursacht Stress? | Burnout Prävention

Ein schlechtes Verhältnis von Belastungen und Ressourcen am Arbeitsplatz kann die Gesundheit gefährden. Dieser Gefahr sind gemäss dem repräsentativen Job-Stress-Index 2020 29.6% der Erwerbstätigen in der Schweiz ausgesetzt. In Deutschland ist die Quote bei 50%, gemäss einer repräsentativen Studie 2019 von Swiss Life.

Negativer Stress entsteht durch ein Ungleichgewicht zwischen Anforderungen und den vorhandenen Ressourcen, diese Anforderungen bewältigen zu können.

Was verursacht Stress?

Sowohl Unterforderung als auch Überforderung – in beiden Situationen stimmen die Anforderungen und die vorhandenen Kompetenzen nicht überein, als auch eintöniges Arbeiten können Stress verursachen. Anspruchsvolle emotionale Anforderungen kann der Umgang mit schwierigen Kunden sein oder ständig hoher Zeitdruck und eine Arbeit die permanent volle Konzentration fordert. Ich denke das Gesundheitspersonal in den Spitäler ist bei der Behandlung von Patienten auf den Intensivstationen in einer solchen Situation. Auch Arbeiten, wo alles genau Vorgeschriebenen ist und man keinen gestalterischen Spielraum hat, die Arbeit schlecht organisiert ist oder man mit ungenügendem Werkzeug wie beispielsweise ständig abstürzenden Computerprogrammen konfrontiert ist, führen zu Stress. Dauernde Unterbrechungen und Mikromanagement durch den Vorgesetzten sind weitere Stressfaktoren. Letzteres kenne ich aus eigener Erfahrung. Dies hat dazu geführt, dass mich die Arbeit nicht mehr interessiert hat und meine Leistung entsprechend war.

Kosten von Stress

Der Stress kostet der Schweizer Wirtschaft Milliarden. Die Produktivitätsverluste kostet die Arbeitgebenden rund CHF 6.5 Mrd. pro Jahr. In Deutschland sind die Kosten bei 20 Milliarden Euro.

Vorgesetzte können dies verhindern durch das richtige Mass an Autonomie und Partizipationsmöglichkeiten. Das erfordert hohe Sozialkompetenz und Empathie, Fairness und Wertschätzung. Diese Faktoren beeinflussen die Gesundheit positiv. Präventiv gegen Stress wirkt das setzten von Prioritäten, die Delegation von Aufgaben und das Überprüfen, ob Aufgabe und Anforderungen beim Mitarbeiten kongruent sind.

Was kann man machen gegen negativen Stress?

Individuell kann man sich weiterbilden, zum Beispiel auch mit Methoden, die helfen die Resilienz zu fördern und das Stressmanagement zu optimieren. Holen Sie sich hier den kostenlosen Ratgeber: https://keinstress.net/geschenk

Gute Leistungen erfordern einen gewissen Stresslevel, damit der Organismus die notwendige Energie mobilisiert und hilft, schwierige Anforderungen zu erfüllen. Im Spitzensport braucht es einen hohen Level der Stresshormone Adrenalin und Cortisol, um eine Top-Leistung abrufen zu können. Wenn der Sportler auf diesem Stress-Level den Fokus und die Konzentration nicht verliert, dann bleibt er in der Stretch-Zone und die Leistung auf hohem Niveau. Nach der Anstrengung braucht es jedoch unbedingt die Erholung und die Regeneration, um die Batterien wieder aufzuladen.

Der Stress nimmt in der Arbeit zu

Das Verhältnis zwischen Anforderungen und individuell vorhandenen Ressourcen hat zugenommen und wird durch die Digitalisierung weiter vorangetrieben. Aktuell kommen noch die Stressfolgen, die durch die Pandemie verursacht sind (wie Angst den Job zu verlieren oder keine Aufträge mehr zu haben) dazu. Diese Kollateralschäden werden erst in einigen Monaten sichtbar sein. Arbeitsplatzverluste und die Angst davor werden zu mehr Stress führen, das werden wir dann im Stress-Index 2020 sehen. Die Arbeit hat sich grundsätzlich verdichtet und ist anstrengender geworden. Mehr Aufgaben müssen von weniger Personen in kürzerer Zeit erledigt werden. Auch dies wird durch die Pandemie getrieben, wenn Arbeitsausfälle wegen Erkrankung oder Quarantäne erfolgen. Um mehr zum Thema Stress und die Prävention zu erfahren, lade ich Sie ein mein Video zum Thema auf meinem YouTube-Kanal anzuschauen: Stressbiologie oder sich weitere Informationen auf der Website: Burn-out Prävention zu holen.